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Radfahren, ja das tut doch jeder. Gelernt hat mir das meine Schwester im Alter von 4-5 Jahren auf einem geliehenem Kinderrad ohne Stützen. Bis dahin war ich rasant mit einem Tretroller unterwegs, was mir zwei größere Verletzungen an der Stirn und an der Zehe eingebracht hat. Ich hatte dann mein ganzes Leben ein Fahrrad, mit oder ohne Gangschaltung, mit oder ohne Rennlenker, mit oder ohne Gepäckträger. In der Jugend habe ich in unserem Hof oft sehr gerne Rad-Slalom gespielt. Da lernt man sein Gerät beherrschen. Als Ersatz für die Slalomstangen wurden im Winter Schneebälle und im Sommer Tennisbälle verwendet. Die Runde war so ca. 150 mtr. lang und mit vielen engen Fallen versehen. Dennoch war das Rad fast immer mehr ein Fortbewegungsmittel, als ein Sportgerät. Mir fehlte einfach die Zeit für lange Ausfahrten, und kurze Strecken gaben zu wenig Trainingseffekt. Das galt bis zum Beinbruch im Jahre 1998, denn da war mit Laufen und Bergsteigen erst einmal Schluß. Ab da habe ich mir nicht nur stabile Trekking-Räder mit 27 Gängen, sondern zusätzlich auch schwere Heimtrainer für zuhause zugelegt. Radfahren als Training geschieht eigentlich nie auf "festen" Strecken, wie z.B. beim Laufen, sondern in aller Freiheit der Auswahl. Deshalb gibt es hier oben auch keine Kartenausschnitte. Bei fast allen Fahrten wusste ich beim Start überhaupt nicht, wohin und wie lange es heute gehen wird. Auch unterwegs habe ich meist nach Bauchgefühl den Weiterweg ausgesucht. Und ich bin auch noch ohne Smartphone, dank Landkarte immer sicher nach Hause gekommen. Erst im Jahre 2020 habe ich mich für ein E-Bike entschieden. Leider haben dann ein Herzinfarkt, extreme Nerven- und Rückenschmerzen, eine Wunde und Operation am Gesäß (Hundebiss aus 1982), und eine geblockte Schulter für's erste das Radfahren beendet, und das langsamere Wandern am Moritzberg in den Vordergrund gebracht. |
| Zum Radfahren gehört auch das Indoor-Training auf dem Heimtrainer. Hier habe ich nicht immer eine Statistik geführt, obwohl es oft sehr heiss und sehr anstrengend herging. Die meiste Zeit war eine leichte Steigung von 2-3% eingestellt. Die Trainingszeiten lagen größtenteils bei 30 oder 20 Minuten, konnten aber durchaus auch 60 Minuten erreichen. Die Kurbelumdrehungen lagen im Schnitt bei 90 U/min. Die Belastung war also zwischen mittel und hart eingestellt. Für die Kondition und Form war diese Anstrengung gut messbar und vergleichbar. |